Starke Frauen

Appell der Bauchfrauen: „Slut-Shaming“ muss endlich über Bord geworfen werden

Wir haben mit den Bauchfrauen über Selbstliebe, sexuelle Selbstbestimmung und ihre Bikini Dance Challenge gesprochen. Und wir sind ganz in love. Danke für dieses tolle Interview.

Liebe Bauchfrauen, stellt Euch kurz vor! Was macht ihr und wer seid ihr?

Wir sind ein Mode-Lifestyle-Label, das Menschen (vor allem Frauen) mehr Selbstbestimmtheit und ein größeres Selbstbewusstsein in den Themen Körper- und Selbstliebe sowie Gedankenkraft vermitteln möchte. Das bedeutet, dass wir eben nicht nur coole Shirts mit tollen Sprüchen drauf verkaufen, sondern wollen auch durch unsere Workshops und unsere Internet-Präsenz Appetit auf Selbstliebe machen…

Wir, das sind aktuell drei wunderbare Frauen (Contemporary Team): Kim Hoss, unsere kreative Leitung und für unsere tollen Illustrationen zuständig. Ganz neu: Ayleen Maike, die unsere Produktion schmeißt. Und ich, Bauchfrau Sandra, die versucht alles zusammenzubringen und -zuhalten. Doch unser Unternehmen konnte nur in solch kürzester Zeit wachsen, weil wir super viele Verbündete hatten und haben, welche uns ständig supporten und helfen. Sei es unser erstes Bauchfrauen-Model Sarah Fuchs, die liebe Tanne aus dem Stadtkind-Team, die Presse-technisch einiges für uns gerockt hat, die Kulturinsel, eine abgefahrene Location und der perfekte Ort für unsere Workshops, und noch viele weitere tolle Menschen, die an uns und unsere Belly-Poesie glauben.

Uns eint die Mission zu mehr Selbstliebe. Wie seid ihr auf die Idee gekommen „Bauchfrauen“ zu starten?

Ich, Bauchfrau Sandra, habe vor einigen Jahren bei der TV Serie „Shopping Queen“ mitgemacht und mein Lebensmotto „Das Leben ist zu kurz, um den Bauch einzuziehen“ öffentlich raus posaunt und Guido fand es klasse. Ist ja auch ein guter Spruch! Dass er ihn so gefeiert hat, hat mir die restliche Motivation gegeben, mehr aus dem Spruch und meiner Faszination für Mode und Looks zu machen. Und so sind die Bauchfrauen entstanden…

Wir lieben Eure Bikini Dance Challenge – was war die überraschendste Reaktion darauf?

Dass sich die Bild Zeitung deshalb bei uns gemeldet hat. Lach. Ansonsten fanden wir es wahnsinnig toll, dass sich sogar einige Männer getraut haben, mitzumachen. Das war einfach super! Das Schönste war, dass wir nicht genug davon bekommen konnten. Es hat unheimlich viel gute Laune gemacht, diesen wunderbaren Menschen zuzuschauen, wie sie sich selbst tanzend und nackig feiern… ein Bild das wir so kaum kennen.

Ein ehrlicher Tipp von Euch für mehr Selbstliebe? 

Feier deine unperfekte Unvollkommenheit!

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#Frauenpower – wo sollten wir Frauen uns hinsichtlich der Sexualität mehr unterstützen? 

Zuerst einmal sollten wir verstehen, dass unser „Wert“ nicht von unserem Ruf abhängt. Das wurde mir in der Jugend ständig von meiner „Tante Fridi“ eingetrichtert und vorgelebt. Traurig, dass sie nicht mehr hatte, mit dem sie sich hat identifizieren können. Aber wir sind eine neue Generation und müssen veraltete Denkmuster endlich über Bord werfen. Dazu gehört auch, nicht ständig bei sich selbst und seinen Freundinnen sogenanntes „Slut-Shaming“ zu betreiben. Den meisten ist gar nicht bewusst, dass es oft gar nicht die Männer sind, die uns für ein aufregendes Sexualleben verurteilen, sondern wir Frauen das vielmehr selbst tun. Aber mit wie vielen Männern oder Frauen ich geschlafen habe, sagt nichts darüber aus, ob ich eine tolle oder eine schlechte Frau bin. Tatsächlich glaube ich, dass sich zu wenige Frauen die Fläche nehmen, die sie bräuchten, um ihre Sexualität lustvoll und neugierig zu leben. Ich wünsche jeder Frau den Mut, eine wirklich selbstbestimmte Sexualität zu leben!

Wie wichtig ist es Eurer Ansicht nach, sich sexuell auszuprobieren? 

Sehr wichtig! Einen guten Klamotten-Style bekomme ich schließlich auch nur durchs Probieren. Und es dauert eben, bis man feststellt, was man mag, was einem gut steht und was man bereit ist auszugeben. Wichtig: Alles was keinen Spaß macht oder sich nicht gut anfühlt, kann weg! Das betrifft nun mal nicht nur meinen Kleiderschrank, sondern auch mein Sexualleben.

Was wolltet ihr schon immer mal allen Frauen da draußen sagen?

Hört auf euer Leben zu „verwarten“ oder zu hoffen, dass sich gesellschaftlich irgendetwas verbessert. Sei du selbst die Veränderung und das Vorbild, das du dir so gerne gewünscht hättest. Umarme deinen Bauch täglich, egal ob dick, behaart, farbig, vernarbt oder knochig. Nur so können wir gemeinsam den ein oder anderen Bauch aus „Bauchweg-Unterhosen“ und „Diäten“ befreien.

Du bist wunderschön! Genau so wie du bist, mit „zu wenig“ Busen und „zu viel“ Po. Du darfst dich lieben und sollst Frieden mit Deinem Körper schließen, um wieder mehr Zeit und Energie für die wirklich wichtigen Dinge deines Lebens zu besitzen. Ein fesches Leben wird nicht auf der Waage sichtbar, sondern durch den Mut, Du selbst zu sein. Vor allem wollen wir dir sagen, dass du aufhören sollst, dich durch deine Kleidergröße zu identifizieren!

Klar, wir wollen uns alle in unserer Haut wohlfühlen. Doch wer schreibt vor, welche Kleidergröße „wohlfühlen“ ist? Vergiss niemals, dass wir alle keine Einheitsgrößen sind, sondern eher eine dimensionslose Größe oder eine Maßeinheit ohne Grenzen. Liebe die Vielfalt. Erinnere dich daran, wer du sein wolltest, bevor dir die Anderen gesagt haben, wie du sein sollst. Und mache dir bewusst, dass das einzigartigste Kleidungsstück, welches du jemals besitzen wirst, deine innere Schönheit ist.

Sind bei euch eigentlich auch Bauchmänner willkommen? 

Ohhhh ja und wir haben sogar noch Einiges vor, damit das deutlicher wird…

Was erwartet einen Teilnehmer beim Love your Belly-Workshop?

Ganz viel Bauchliebe und ein Rundum-Paket für Körper, Seele und Geist. Kleine Vorträge, Yoga und Tanz, alles heilsam,  und dazu da, um die innere Weiblichkeit zu (re)aktivieren. Am besten mal auf unsere Homepage klicken und sich alles in Ruhe durchlesen.

Liebe Brauchfrauen, danke für Eure Zeit und das spannende Interview. Wir sind echte Fans. 

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Julie

Gründerin von femtasy und begeisterte 'Von Frau zu Frau'-Interviewerin :)

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